Erntezeit bei Farmwild
Im September beginnt die Zeit der Ernte in den Farmwildbetrieben. Etwa 15 Monate alte Tiere werden aus den Herden genommen. Von den steirischen Farmwildhaltern werden etwa 200.000 kg Wildfleisch erzeugt und direkt vermarktet.
In der Steiermark werden etwa 8.000 Zuchttiere auf etwa 800 Betriebe gehalten, wobei Damwild bevorzugt wird, gefolgt von Rotwild. Sie sorgen dafür, dass hervorragende Qualitäten von Wildfleisch auf den Teller kommen. Die Betriebe halten sich dabei an das Tierschutzgesetz.
Wildfleisch – reich an Vitaminen, Zink, Selen und Eisen
Wildfleisch wächst natürlich heran und es hat ein feines fettarmes Fleisch, das viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren enthält. Das eher dunkle Wildfleisch ist reich an Vitamin B sowie Zink, Selen und Eisen. Wildfleisch ist besonders reich an Eisen, was für unseren Energiehaushalt sehr wichtig ist. Die enthaltenen B-Vitamine verringern das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten.

Farmwild wird geschlachtet
Die Schlachtung der Tiere im Gehege erfolgt nach Regeln der Tierschutz-Schlachtverordnung. Die Betriebe müssen sich beim Land Steiermark anmelden. Vor der Schlachtung ist ein Beschautierarzt zu kontaktieren, der die Tiere begutachtet. Das Schlachten der Tiere darf nur durch eine Person erfolgen, die über einen Sachkundenachweis zum Schießen von Farmwild im Gehege verfügt. Danach erfolgt die Fleischbeschau (Totbeschau) durch den Beschautierarzt. Der Betrieb muss über eine von der Behörde genehmigte Schlachtstätte verfügen, wo nach der Hygieneverordnung zum Schlachten von Farmwild vorzugehen ist.